Angebote der Schulsozialarbeit

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Zu den Kernleistungen der Schulsozialarbeit gehören nach Speck die Beratung und Begleitung einzelner Schülerinnen und Schüler, die sozialpädagogische Gruppenarbeit sowie offene Gesprächs-, Kontakt- und Freizeitangebote (Speck 2022, S. 9). Das Schulministerium NRW nennt als Kernleistungen unter anderem präventiv ansetzende Gruppenarbeit sowie Einzelberatung und Begleitung, zum Beispiel Einzelfallhilfe (Broszeit 2025).

Beratung und Einzelfallhilfe

Für Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter ist die Einzelfallhilfe nach dem Berufsbild eine zentrale pädagogische Aufgabe: Sie soll Benachteiligungen abbauen, Stigmatisierungen entgegenwirken und präventive individuelle Hilfestellungen leisten (Kooperationsverbund Schulsozialarbeit 2007, S. 7). Der Runderlass für Fachkräfte im Landesdienst beschreibt Angebote für Schülerinnen und Schüler, Schülergruppen und Eltern, sowohl vorbeugend als auch bei konkreten Schwierigkeiten, Problemen oder Konflikten — etwa bei Anzeichen von Schulschwänzen —, bis hin zu Fällen von Kindeswohlgefährdung; regelmäßig finden Sprechstunden statt (Nr. 4.2) (BASS 21-13 Nr. 6).

Eine von Olk und Speck referierte Studie aus Baden-Württemberg kommt zu dem Ergebnis, dass Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter neben ihrer fachlichen Kompetenz besonders als Vertrauenspersonen angesprochen werden (Olk & Speck 2009, S. 916).

Gruppen- und Klassenangebote

Die sozialpädagogische Gruppenarbeit umfasst nach dem Berufsbild auch Angebote für ganze Schulklassen, zum Beispiel soziales Kompetenztraining, die sozialpädagogische Begleitung von Klassenfahrten, Krisenintervention oder Projektarbeit (Kooperationsverbund Schulsozialarbeit 2007, S. 8).

Arbeit mit Eltern

Eltern unterstützt die Schulsozialarbeit durch Beratung, thematische Elterngesprächsrunden, Hausbesuche, die Teilnahme an Elternversammlungen und Vermittlungshilfen (ebd., S. 9). In ihrer Auswertung vorliegender Studien stellen Olk und Speck allerdings fest, dass von den Eltern lediglich eine kleine Minderheit erreicht wird (Olk & Speck 2009, S. 915).

Themen, Krisen und Übergänge

Als Aufgabenfelder nennt das Schulministerium unter anderem die Stärkung des sozialen Miteinanders, die Prävention sexualisierter Gewalt, Mobbing, Schulabsentismus, Depressionen sowie Trauer, Verluste und Traumata. Die Schulsozialarbeit wirkt in innerschulischen Strukturen mit, etwa in Klassen-, Lehrer- und Schulkonferenzen und im Schulischen Team für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention (Broszeit 2025).

Zu den Aufgaben der Fachkräfte im Landesdienst gehört auch die Mitwirkung bei der Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf (Nr. 1.4) (BASS 21-13 Nr. 6); die Qualitätsstandards in NRW nennen die Übergangsgestaltung als Teil der Arbeitsweise (LAG Schulsozialarbeit NRW 2021, S. 24).

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